"Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen". Dies wusste vor mehr als 200 Jahren schon Benjamin Franklin. In diesem Sinne bieten wir Ihnen hier einige ergänzende Informationen, die für Sie auch nützlich sein können, wenn Sie (noch) keine DBD-Produkte nutzen oder zu nutzen beabsichtigen.

 

Bitte wählen Sie einen Bereich aus.

Fachtexte

HOAI 2013 bringt neue Aufgaben für alle Planer
Die IT-Werkzeuge von gestern reichen nicht mehr aus, um die Anforderungen von heute zu erfüllen.

Mit der noch für das Jahr 2013 geplanten Einführung der neuen HOAI erhalten Architekten und Ingenieure nicht nur deutlich höhere Honorare, sondern müssen sich auch neuen Aufgaben stellen.
In diesem Artikel möchten wir dabei die Themenfelder Kostenermittlung und Kostenkontrolle beleuchten sowie den relativ neuen Begriff BIM (Building Information Modelling), der ebenfalls Eingang in die HOAI gefunden hat.

Download Fachartikel


HOAI 2009 bringt Chancen, Risiken und neue Aufgaben für Planer und Auftraggeber
Hier erfahren Sie, welche Auswirkungen sich aus der gesteigerten Bedeutung der Kostenberechnung als Basis für das gesamte Honorar für Ihre tägliche Praxis der Kostenermittlung ergeben.

Download Fachartikel


"Ein (dem STLB-Bau) vergleichbar sachorientiertes und neutrales Werk, das von so vielen Baufachleuten getragen wird und für sich zu Recht in Anspruch nimmt, die gemeinsame Sprache am Bau wieder zu geben, existiert nicht."
Zu diesem abschließenden Fazit kommt Prof. W. Reichel in einer Studie zu Evaluierung und Anwendungsmöglichkeiten des STLB-Bau, die er im Auftrag des Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung erstellt hat. Auszüge aus dem Abschlussbericht, versehen mit einigen Anmerkungen unsererseits, stellen wir gerne zum Download bereit. Beachten Sie bitte, dass bestimmte Ausagen vor dem Hintergrund der Jahre 2004/2005 zu sehen sind, in denen dieser Bericht angefertigt wurde. Dennoch bietet dieser Artikel auch heute noch viele interessante Anregungen und Erkenntnisse.

Download Abschlussbericht Prof. Reichel


STLB-Bau und Dynamische BauDaten für Städte und Gemeinden
Hier lesen Sie in komprimierter Form, welche Vorteile sich speziell für Städte und Gemeinden als Auftraggber und als Planer bei der Anwendung von STLB-Bau und DBD-Produkten ergeben. Gut geeignet als Einstieg ins Thema. Dieser Artikel wurde Anfang 2009 überarbeitet und aktualisiert.

Download STLB-Bau und Dynamische BauDaten für Städte und Gemeinden


EFB-Preis Angaben VOR der Vergabe prüfen und werten
Die EFB 221/222 und 223 werden speziell bei öffentlichen Ausschreibungen zunehmend eingeholt. Dazu trägt bei, dass das Verfahren ab bestimmten Auftragsgrößen im Vergabehandbuch (VHB) vorgeschrieben ist. Warum es im Sinne der Vorsorge gegen überhöhte Nachtragspreise gut ist, die Angaben VOR der Vergabe zu prüfen, können Sie in diesem Artikel lesen (geschrieben 2006, daher dort noch überholte Bezeichnungen EFB 1a und 1b sowie EFB 2)

Download EFB-Preise VOR der Vergabe prüfen

Kleine Kostenkunde für alle, die bauen

EFB
Steht für "Einheitliches Formblatt". Im Zusammenhang mit dem Baugeschehen von Bedeutung sind die EFB Preis 221/222 und 223. Die Anwendung dieser Formblätter ist u.a. im Vergabehandbuch des Bundes (und der Länder) vorgeschrieben. Auch für andere öffentliche und private Auftraggeber kann die Anwendung dieser Formblätter Vorteile bringen.
Auf den EFB macht der Bieter auf Basis seiner Kalkulation Angaben zur Preisermittlung.
Auf Blatt 221/222 wird dargestellt, wie der Verrechnungslohn auf Basis des Mittellohns ermittelt wurde und welche Zuschläge für Gemeinkosten bei der Preisermittlung angesetzt wurden.
Auf Blatt 223 werden die Preisanteile für bestimmte oder auch alle Positionen dargestellt. Dabei wird der EP aufgegliedert in:

  • Zeitwert (kein Preisanteil)
  • Preisanteil Lohn
  • Preisanteil Stoffe (Material)
  • Preisanteil Geräte
  • Preisanteil Sonstige

Die Anwendung der EFB-Informationen geschieht z.B. bei der Prüfung, ob geforderte Nachtragspreise vertragsgemäß sind. Dazu gehört die Prüfung. ob diese auf Basis der Kalkulation des Hauptauftrags ermittelt wurden.

Die Abgabe der EFB-Preis kann vom Auftraggeber zwingend vorgeschrieben werden.

! Hierzu ein BGH-Urteil  (siehe dort "Nr.2")


Kalkulation ( Baukalkulation)
Summe aller Massnahmen zur Preisfindung des Unternehmers. Die zeitlich aufwändigste Komponente stellt die Ermittlung der Einzelkosten der Teilleistungen dar ( EKT ). Dies sind die Aufwandswerte für Zeit, Material und sonstige Kostenarten wie Gerät, die direkt mit der Ausführung einer bestimmten Leistung verbunden sind.
Unter Berücksichtigung von Zuschlägen für Baustellengemeinkosten, allgemeine Geschäftskosten sowie Wagnis und Gewinn wird aus den Selbstkosten der Angebotspreis ermittelt.
Ergebnis der Kalkulation ist das Angebot, welches im Idealfall aus Sicht des Anbietenden zum Bauvertrag führt.

! sogenannte "Mischkalkulation" ist unzulässig (siehe dort "Nr.3")


Kostenanschlag
Grundleistung des Bauplaners in der Leistungsphase 7, Mitwirkung bei der Vergabe
Darstellung der Ergebnisse nach DIN 276.
Ermittlungsart: Zusammenstellung der Einheits- oder Pauschalpreise der submittierten Angebote.
Bedeutet in der Praxis: Jetzt sind alle Weichen der Beeinflussbarkeit bereits gestellt. Kostenänderungen und damit auch Einfluß auf die Kosten können jetzt nur noch die Mehr/Mindermengen oder evtl. Nachträge entstehen.
Daher wird oft auch ein "vorgezogener Kostenanschlag" durchgeführt, der von vollständigen Leistungsverzeichnissen ausgeht und diese nicht mit Vergabepreisen, sondern mit Schätzpreisen (s.u.) versieht.


Kostenberechnung
Grundleistung des Bauplaners in der Leistungsphase 3, Entwurf
Darstellung der Ergebnisse nach DIN 276.
Ermittlungsart freigestellt. In der Praxis zumeist über sogenannte "Grob-LVs" oder Element / Raumbuchorientiert. Die Kostenberechnung sollte auf einem konkreten Entwurf mit konkreten Mengen (bauteilorientiert) und Qualitätsbeschreibungen basieren. Sie stellt damit im von uns vorgeschlagenen Sinne nicht anderes als eine Fortschreibung der Kostenschätzung dar.

vertiefende Informationen www.kostenberechnung.net

! Überschreitung von Bauherrnbudget kann zu Honorarverlust führen. (Siehe dort "Nr.4")


Kostenkontrolle
Summe aller Massnahmen, die bewirken, dass die real entstehenden Kosten den geplanten Kosten entsprechen.
Dazu gehört auch die Darstellung von Kostenentwicklungen. Voraussetzung dafür ist ein einheitliches Bezugssystem, das von einem möglichst frühen Zeitpunkt an benutzt wird und dokumentiert wird. Nur dieses ermöglicht, die Gründe für Abweichungen zu erkennen und möglicherweise notwendige Gegenmaßnahmen rechtzeitig einzuleiten.


Kostenrisiko
Bauen ist ein Projektgeschäft und es gibt immer Kostenrisiken. Diese auszuschalten, zum Beispiel über einen Generalunternehmer/ Schlüsselfertiganbieter, hat auch seinen Preis. Dieser besteht nicht nur in einem gewissen Zuschlag, der im angebotenen Preis steckt, sondern auch darin, nicht immer und überall die Qualität zu erhalten, die man sich vorgestellt hat. Derjenige, der über möglichst perfekte Planung die Risiken minimiert, hat die Chance, zum qualitativ und wirtschaftlich besten Ergebnis seiner Bautätigkeit zu gelangen.
Dynamische BauDaten können hierbei eine mächtige Hilfe sein.


Kostenschätzung
Grundleistung des Bauplaners in der Leistungsphase 2, Vorplanung.
Darstellung der Ergebnisse nach DIN 276.
Ermittlungsart freigestellt. In der Praxis zumeist über Flächenrichtwerte ( Nutzflächen, Bruttogeschossflächen ) bzw. Richtwerte BRI ( umbauter Raum).

In der Praxis entscheidet die Kostenschätzung über die weitere Verfolgung eines Projekts.
Werden hier zu hohe Sicherheiten eingebaut, kann das ganze Projekt wegen mangelnder Rentabilität in Frage gestellt werden.
Wird die Kostenschätzung dagegen zu sicher knapp gerechnet, sind andere äußerst negative Folgen die Konsequenz:
Nachfinanzierung durch den Bauherren.
Sinkende Rendite.
Im schlimmsten Fall Insolvenz.
Schwere Imageschäden beim Planer.

Als Folge daraus haben Planer und Bauherren das gemeinsame Interesse, zu einem möglichst frühen Zeitpunkt möglichst viel Kosteninformationen vorliegen zu haben. Über das hinaus, was HOAI oder DIN fordern.
Da viele Details noch nicht vorliegen, müssen Annahmen getroffen werden, damit ein vollständiges Qualitäts- und Mengengerüst entsteht. Diese Annahmen können mit DBD-Produkten mit wenigen, schnell gemachten Vorgaben getroffen werden. Aufgabe des Planers ist es dann, diese Annahmen zu überprüfen.


Leistungsverzeichnis
Zusammenstellung aller Leistungsbeschreibungen, in der Regel gegliedert nach Gewerken, oft auch nach Titeln und Losen.
Grundanforderung an alle Leistungsbeschreibungen nach VOB ist, dass diese
Vollständig, Eindeutig, Technisch aktuell und Objektindividuell sind ( Gedankenbrücke: "VETO").

Dies ausschliesslich deshalb, damit der anbietende Unternehmer eine faire Basis zur Ermittlung der Angebotspreise hat. Abweichungen von dieser Ausschreibungsanforderung führen regelmäßig zu berechtigten Nachtragsforderungen der Unternehmer.

! Architekt muss Stand der Technik kennen. 30 Jahre Haftung für Planungsleistungen. (Siehe dort "Nr. 5" und "Nr. 6")


Nachträge
Sind der Schrecken von Bauherren und Planern. Sie sollten unnötig sein, wenn

  • die Leistung komplett beschrieben wurde und
  • keine Änderungen durch Bauherr oder Planer während der Ausführung verursacht wurden

Nachträge führen regelmäßig zu Kostenüberschreitungen. Sollten Nachträge einmal unvermeidlich sein, gilt nach VOB, dass die Vergütung nicht von der Kalkulationsbasis des Hauptauftrages abweicht.
Das Gegenteil nachzuweisen, fällt dem Bauherren und auch seinem professionellen Planer in der Praxis meist schwer. Mit x:nachtrag gibt es erstmalig eine intelligente IT-mäßige Unterstützung für diese Aufgabe.


Richtwerte ( Flächen, Rauminhalte)
Dies sind Zahlenwerte, die für bestimmte Bauobjekte und vage definierte Qualitäten für eine schnelle Kostenermittlung auch heute noch (viel zu) oft angewendet werden. Gefährlich wird es immer dann, wenn man nicht genau weiss, was hinter den Zahlen steht.
Angaben wie "Wohnungsbau, hoher Ausstattungsstandard = 1500 Euro / m2" sind für zuverlässige Kostenplanung nicht brauchbar, wenn man nicht weiss, welche Leistungen in welcher Menge hinter diesen Zahlen stehen.
Die Anwendung von Richtwerten stammt aus einer Zeit, als es mangels geeigneter Informationsverarbeitung einerseits und vor dem Hintergrund ein gewissen Toleranz bei Bauherren andererseits möglich war, Kosten "pi mal Daumen" zu definieren.
Das Problem aller Richtwerte ist, dass sie nicht verursachungsgerecht sind, denn Baukosten werden durch konkrete Bauleistungen verursacht und nicht durch Nutzflächen oder umbauten Raum.

Damit ist beispielsweise folgendes gemeint:
In einem mehrgeschossigen Gebäude wird die geplante Geschosshöhe um 10 % erhöht.
Nach BRI steigt dieser um 10 % , steigen auch die Kosten um 10 % ?
Nach Flächenwerten ändert sich nichts, bleiben die Kosten konstant ?
Die Wahrheit kann nur in der Mitte liegen, aber wo ?
Es führt kein Weg an einer bauteilorientierten Kostenschätzung vorbei.
Kosten für alle horizontalen Bauteile und Dach bleiben gleich.
Kosten für vertikale Bauteile steigen um 10 %.
Kosten Türen und Fenster bleiben aber gleich groß, wen sich deren Abmessungen nicht ändern.

Richtwerte sind gut geeignet, um als Plausibilitätskontrolle zum Vergleich mit anderen Objekten eingesetzt zu werden. Sie eignen sich nicht als alleinige Basis für eine qualifizierte Kostenschätzung.


Schätzpreise (Orientierungspreise)
Solange ein Baupreis nicht vertraglich vereinbart ist, handelt es sich um einen mehr oder weniger gut geschätzten Preis. Die Zuverlässigkeit des Schätzpreises hängt von der Genauigkeit der Qualitätsbeschreibung ab sowie der Qualität der Erkenntnisse über den lokalen Markt. Dabei hat sich empirisch gezeigt: Die Relation der Preise von verschiedenen Leistungen ist sehr konstant, allerdings ist das Niveau verschieden. Die DBD-BauPreise basieren auf den empirisch aufwändig ermittelten Preisrelationen für die verschiedensten Bauleistungen sowie einem bundesweit ermitteltem durchschnittlichen Preisniveau. Mit der Option "BauPreise Regional" werden diese Informationen sogar auf der Ebene von Bundesländern und Landkreisen zur Verfügung gestelt.

Im Interesse der Sicherheit der Kostenschätzung als Obergrenze für die zu erwartenden Baukosten, haben bekannte "Kampfpreise" als Basis für eine Kostenschätzung keine Bedeutung.

 

 

Autor: Dipl.Ing. (Hochbau) Jörg Heintzenberg, Dr. Schiller & Partner

Mehr Rechtssicherheit

Hier veröffentlichen wir Entscheidungen deutscher Gerichte, die im Zusammenhang mit Kostenplanung, Leistungsbeschreibung, Kalkulationsgrundlagen, Nachtragsforderungen und ähnlichen Themen stehen. Wir sind sicher, dass viele, die es betrifft, überrascht sein werden, vor welchem Hintergrund sie diese Tätigkeiten vornehmen bzw. beauftragen. Alle Urteile haben wir im Internet recherchiert und veröffentlichen wir mit komplettem Aktenzeichen. Dennoch ist es gerade in diesem Zusammenhang geboten, darauf hinzuweisen, dass wir für die Richtigkeit keine Haftung übernehmen können.

Nr.1: Quintessenz: Baukostenüberschreitung, hier von rund 34%, führt zu Schadensersatzpflicht des Architekten.

Das Urteil:

Erhebliche Überschreitung der Bausumme «objektiv pflichtwidrig» Nach dem Urteil ist eine Überschreitung der Bausumme um rund ein Drittel «objektiv pflichtwidrig» und «schuldhaft» (Az: 19 U 128/06), wie ein Sprecher des Oberlandgerichts am Donnerstag in Köln über den Beschluss mitteilte. Eine Gruppe von Bauherren hatte rund 280 000 Euro Schadenersatz von einem Architekten gefordert, nachdem der Bau eines Bürohauskomplexes 34 Prozent teurer wurde als kalkuliert. Das Gericht erkannte einen Architekten für schuldig, der bei der Kostenplanung so viele Posten falsch oder nicht berechnet hatte, dass die Bausumme schließlich ein Drittel höher lag, als ursprünglich von ihm angenommen.

Volltext


Nr. 2: Quintessenz: Wenn der Auftraggeber (öffentlich oder privat) mit dem Angebot auch die Abgabe von EFB-Preis verlangt, muss der Auftragnehmer diese liefern. Andernfalls wird er von der Vergabe ausgeschlossen.

Der Beschluss:

  1. Schadensersatzansprüche wegen Verletzung eines durch die Ausschreibung begründeten vorvertraglichen schutzwürdigen Vertrauensverhältnisses kommen nicht in Betracht, wenn das Angebot des Schadensersatz begehrenden Bieters zwingend von der Wertung der Angebote auszuschließen war.
  2. Werden in den Ausschreibungsunterlagen Erklärungen nach den Formblättern EFB-Preis 1a, 1b und 2 gefordert, dann sollen diese Erklärungen für die Vergabeentscheidung relevant sein, so daß die Nichtabgabe dieser Erklärungen mit dem Angebot zwingend zum Ausschluß von der Wertung nach § 25 Nr. 1 Abs. 1 Buchst. b VOB/A führt.

Volltext


Nr. 3: Quintessenz: Angebote mit Einheitspreisen von 1 Cent o.ä. mit Begründung sogenannter Mischkalkulation sind von der Vergabe auszuschließen

Der Beschluss:

Ein Bieter, der in seinem Angebot die von ihm tatsächlich für einzelnen Leistungspositionen geforderten Einheitspreise auf verschiedene Einheitspreise anderer Leistungspositionen verteilt, benennt nicht die von ihm geforderten Preise im Sinne von § 21 Nr.1 Abs. 1Satz 3 VOB/A. Deshalb sind Angebote, bei denen der Bieter die Einheitspreise einzelner Leistungspositionen in "Mischkalkulationen" auf andere Leistungspositionen umlegt, grundsätzlich von der Wertung auszuschließen ( § 25 Nr. 1, Abs. 1 Buchst. B VOB/A...

Volltext


Nr. 4: Quintessenz: Kostenüberschreitung in der Planungsphase kann dazu führen, dass das gesamte Honorar nicht gezahlt wird und darüber hinaus Schadensersatzansprüche des Bauherren gegen den Planer bestehen!

Das Urteil:

Die Planung des Architekten ist mangelhaft, wenn eine mit dem Besteller vereinbarte Obergrenze für die Baukosten überschritten wird. Eine Toleranz kommt nur in Betracht, wenn sich im Vertrag hierfür Anhaltspunkte finden

Volltext


Nr. 5: Quintessenz: 30 Jahre Haftung für Planungsleistungen !(Anmerkung: Dazu gehört u.a. auch die Erstellung von Ausschreibungsunterlagen)

Das Urteil:

Liegt ein nicht mehr nachbesserungsfähiger Mangel einer vom Architekten gebrachten Leistung vor, kann der Auftraggeber gegen diesen Schadensersatz geltend machen. Dieser Anspruch setzt nicht die Abnahme des Architektenwerks voraus. Der Schadensersatzanspruch unterliegt der 30-jährigen Verjährungsfrist.

Volltext


Nr. 6: Quintessenz: Der Architekt muss den Stand der Technik und moderne, kostengünstige Bautechniken kennen.

Das Urteil:

Der Architekt schuldet eine Planung, die den anerkannten Regeln der Baukunst entspricht. Dabei hat er sich über den Stand der Technik zu informieren und den Auftraggeber über während der Planungsphase aufkommende neue Bautechniken und moderne kostengünstige Baumaßnahmen, (....), aufzuklären.

Volltext

VOB-gerecht ausschreiben

"Wollen Sie VOB-gerecht ausschreiben ?"

Auf diese Frage werden wohl die allermeisten Architekten und Bauplaner mit einem "ja, selbstverständlich" antworten.

Doch wird dieser Anspruch in der Praxis eingehalten? Unsere Behauptung, gestützt auf viele Gespräche mit Ausschreibenden und deren Selbsteinschätzung: Die VOB-gerechte Ausschreibung ist eher die Ausnahme als die Regel.

Mit dieser These ist nicht das VOB-gerechte Vergabeverfahren insgesamt gemeint, sondern eine VOB-gerechte Beschreibung der Leistung, die ein wesentliches Element zur Erfüllung des definierten Anspruchs darstellt.

Im folgenden soll gezeigt werden:

  • Was eine VOB-gerechte Beschreibung der Leistung konkret bedeutet
  • Was definitiv nicht VOB-gerecht ist
  • Was die Risiken sind, wenn diese Anforderung nicht eingehalten werden
  • Welche Hilfsmittel heute zur Verfügung stehen, um VOB-gerecht auszuschreiben.

Hier können Sie den kompletten Artikel als PDF downloaden